Frauengottesdienst im August

„Aus Vertrauen leben“ Römer 3, 21-26 „auf.Recht“

„Vertrauen“ ist 2017 das Jahresthema im Rahmen der Reformations-Dekade. Worauf setzen wir unser Vertrauen? Worauf ist unser Glaube begründet?

Vor 500 Jahren rang Luther mit sich, wie er einen gnädigen Gott bekommen könne. Wir stellen uns heute eher die Frage, wie wir in einer ziemlich gnadenlosen und konkurrierenden Gesellschaft bestehen können. Wie erfahre ich Anerkennung, wenn ich nicht so erfolgreich, nicht so leistungsstark wie andere bin?

Luther war voller Angst, nicht vor Gott bestehen zu können und erlebte durch seine neue Paulus-Lektüre eine ungeahnte Befreiung. Luthers Erkenntnis aus dem Römerbrief wurde für die evangelische Rechtfertigungstheologie wesentlich. Diese Erkenntnis führte aber auch zu einer Verengung des paulinischen Verständnisses. Paulus wollte keineswegs aufzeigen, dass gerechte Taten des Menschen nicht nötig sind und die Tora (bei Luther mit Gesetz übersetzt) zum befreienden Handeln Christi in Gegensatz stehen In der Auslegungsgeschichte wurde „Gerechtigkeit“ mit der „lutherischen Brille“ gelesen.

In der hebräischen Bibel kommt der Begriff „Gerechtigkeit“ mehr als 500mal vor. Es geht immer darum, dass Gott seine Gerechtigkeit zeigt. Diese erfüllt sich in der sozialen Gemeinschaft und führt immer zum Tun des Gerechten hin.

Beide Testamente bezeugen Gott als Anwalt der Armen. Wenn das so ist, kann Gerechtigkeit nur so gelesen werden, dass es um die Menschenrechte für alle geht.

Die Beschäftigung mit Röm. 3 bietet die Chance, Gerechtigkeit im biblischen Sinn weiterzufassen. Dazu laden wir Sie herzlich zum Gottesdienst und anschließendem Gedankenaustausch ein.

Sonntag, 20. August 2017
um 18 Uhr
in der Emmauskirche

Für das Vorbereitungsteam
Marion Doering

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