Friedensandacht im Dezember

 
 
„Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns das Licht,
das von oben kommt. Es wird für alle leuchten, die im Dunkeln sind,
die im finsteren Land des Todes leben und wird uns auf den Weg des
Friedens führen.“
Lukas 1, 78 und 79
 
 
Diese Worte finden sich im Lobgesang des Zacharias von dem im Lukasevangelium im ersten Kapitel berichtet wird.
Dem kinderlosen Zacharias und seiner Frau Elisabet wird im hohen Alter durch einen Engel die Geburt eines Kindes angekündigt. Dieses Kind wird ein großer Prophet werden und dem HERRN den Weg bereiten. Zacharias kann dem Engel nicht glauben und verstummt. Erst als seine Frau doch schwanger wird und einen Sohn zur Welt bringt, kann er wieder reden. Sein Sohn wird Johannes heißen und Jesus vorangehen und die Menschen auf Jesus vorbereiten.
 
Jesus, mit dem Gott ganz nahe zu uns Menschen kommt, weil er selbst Mensch wird, mit all unseren Leiden und Schwächen. Jesus, der uns erklärt und zeigt, wie liebevoll Gott mit uns umgehen möchte. Wie sehr es Gott darum geht, dass wir in all dem Schlimmen und Bösen was wir tun und was angetan wird nicht verlassen sind. Dass auch wir immer wieder Gutes erfahren und selbst auch Gutes tun können und sollen. Jesus, der uns auf den Weg des Friedens führen will. Dem es nicht um Macht, Vergeltung und Rache geht, sondern um Verständnis, Vergebung und Liebe.
 
Am letzten Sonntag haben wir die erste Kerze am Adventskranz angezündet. Ein Licht, das uns leuchten soll in der Dunkelheit, die uns umgibt. Und auch in diesem zweiten Coronajahr umgibt uns in unserem Alltag und in der Welt viel Dunkelheit.
Wie werden wir mit den Einschränkungen fertig, die 2 G, 2G +, oder 3 G mit sich bringen?
Wie bewältigen wir die Angst vor einer Ansteckung angesichts weiterer Virusvarianten- Omikron- oder was noch kommen mag?
Wie kommen die Kinder in den Schulen klar und wie geht es mit der wirtschaftlichen Krise für viele Menschen und Betriebe weiter?
Wenn wir weiter schauen; wie groß ist die Kriegsgefahr zwischen der Ukraine und Rußland angesichts ständig steigender militärischer Aufrüstung? Welche Möglichkeiten der Verständigung gibt es noch?
 
Wir zünden ein Licht am Adventskranz an. Ein kleines Licht, aber doch hell. Eine Flamme, die leuchtet, eine Flamme, die wärmt.
Eine Flamme, die auch in uns etwas zum Leuchten bringt.
Eine Erinnerung an Geborgenheit, die uns Kraft und Zuversicht geben will. Lassen wir da wo immer es geht auch unser Licht leuchten.
Dass wir Jesus, sein Licht spüren, darum können wir bitten und beten.
Er hat uns versprochen, bei uns zu bleiben.
Amen
 
Horst Hartwig
 
 
Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit
 
Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit,
durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
 
Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt,
erfüllt den Tag, daß es jeder spürt.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
 
Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein.
An jedem Ort wird es bei uns sein.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.
 
Text: Eckart Bücken 1986
Melodie: Detlev Jöcker 1986
(auf YouTube in verschiedenen Versionen zu hören)

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